Katalanische Eröffnung

13. Geschlossenes Katalanisch mit 7.b3 b6 8.Ne5

Mit 8.Ne5 droht Weiß Nc6 gegen Dame und Läufer. Schwarz wehrt mit 8...Bb7 ab; nach 9.cxd5 exd5 funktioniert der Sprung 10.Nc6? nicht mehr, weil der Läufer b7 ihn nimmt und Weiß nicht zurücknehmen kann.

1.d4 Nf6 2.c4 e6 3.g3 d5 4.Bg2 Be7 5.Nf3 O-O 6.O-O Nbd7 7.b3 b6 8.Ne5 Bb7 9.cxd5 exd5

Zug für Zug

  1. 1.d4 – Weiß besetzt das Zentrum mit dem Damenbauern: Er kontrolliert e5 und c5 und bereitet c4 vor, den ersten Schritt des Katalanischen.
  2. 1...Nf6 – Schwarz entwickelt den Springer und kontrolliert e4: Es verschiebt die Wahl zwischen ...d5, ...e6 und den indischen Verteidigungen.
  3. 2.c4 – Weiß gewinnt mit dem c-Bauern Raum: Er kontrolliert d5 und bereitet Nc3 oder das Fianchetto g3 vor.
  4. 2...e6 – Schwarz öffnet den Läufer f8 und bereitet ...d5 vor: Das ist die Struktur des Abgelehnten Damengambits, gegen die das Katalanische gedacht ist.
  5. 3.g3 – Das Katalanische: Weiß bereitet das Fianchetto auf g2 vor, von wo der Läufer auf d5 und den ganzen schwarzen Damenflügel zielen wird.
  6. 3...d5 – Schwarz besetzt d5: Nun hat der Läufer g2 einen Bauern vor sich, aber der Bauer c4 greift ihn an und die Spannung bleibt.
  7. 4.Bg2 – Der Läufer setzt sich auf die lange Diagonale: Er setzt d5 unter Druck und trifft, wenn Schwarz auf c4 schlägt, b7 und a8.
  8. 4...Be7 – Das Geschlossene Katalanisch: Schwarz schlägt nicht auf c4, entwickelt den Läufer und bereitet die Rochade vor, wobei es den Bauern d5 im Zentrum hält.
  9. 5.Nf3 – Weiß entwickelt den Springer und bereitet die Rochade vor: Mit dem Läufer schon auf g2 ist der König in einem Zug in Sicherheit.
  10. 5...O-O – Schwarz rochiert und lässt noch die Möglichkeit, auf c4 zu schlagen.
  11. 6.O-O – Weiß rochiert: Nun können die Dame und der Springer b1 den Vorstoß e4 unterstützen.
  12. 6...Nbd7 – Schwarz entwickelt den Springer nach d7, bevor es die Struktur entscheidet: Er stützt ...c5 und ...b6.
  13. 7.b3 – Weiß schützt c4 mit dem Bauern, sodass ...dxc4 nichts gewinnt, und bereitet Ba3 oder Bb2 vor.
  14. 7...b6 – Schwarz bereitet ...Bb7 und die Kontrolle der langen Diagonale vor.
  15. 8.Ne5 – Der Springer springt nach e5 und droht Nc6, das die Dame und den Läufer e7 angreifen würde: Der Läufer c8 kontrolliert c6 noch nicht.
  16. 8...Bb7 – Der Läufer geht nach b7 und kontrolliert c6: Die Drohung Nc6 ist abgewehrt.
  17. 9.cxd5 – Weiß tauscht auf d5 und öffnet die c-Linie gegen den Bauern c7.
  18. 9...exd5 – Schwarz nimmt mit dem e-Bauern zurück: d5 ist solide, aber der Läufer b7 ist hinter dem Bauern eingesperrt.

So nutzt du die Stellung

Ausgeglichene Stellung: Schwarz hat den soliden Bauern d5, aber der Läufer b7 ist eingesperrt und der Bauer c7 steht auf der halboffenen c-Linie.

Tipps vom Meister

Das Feld c6

Spielt Schwarz ...b6, ohne den Läufer c8 entwickelt zu haben, ist das Feld c6 ungedeckt: Ne5 droht Nc6 gegen Dame und Läufer e7.