Katalanische Eröffnung

4. Offenes Katalanisch mit 5.Qa4+ Nbd7

Weiß gewinnt den Bauern mit 5.Qa4+ und 7.Qxc4 zurück. Schwarz gewinnt mit ...b5 Zeit und bricht mit ...c5 durch; nach 10.a4 cxd4 11.Nxd4 greift der weiße Springer b5 und e6 an.

1.d4 Nf6 2.c4 e6 3.g3 d5 4.Bg2 dxc4 5.Qa4+ Nbd7 6.Nf3 a6 7.Qxc4 b5 8.Qc2 Bb7 9.O-O c5 10.a4 cxd4 11.Nxd4

Zug für Zug

  1. 1.d4 – Weiß besetzt das Zentrum mit dem Damenbauern: Er kontrolliert e5 und c5 und bereitet c4 vor, den ersten Schritt des Katalanischen.
  2. 1...Nf6 – Schwarz entwickelt den Springer und kontrolliert e4: Es verschiebt die Wahl zwischen ...d5, ...e6 und den indischen Verteidigungen.
  3. 2.c4 – Weiß gewinnt mit dem c-Bauern Raum: Er kontrolliert d5 und bereitet Nc3 oder das Fianchetto g3 vor.
  4. 2...e6 – Schwarz öffnet den Läufer f8 und bereitet ...d5 vor: Das ist die Struktur des Abgelehnten Damengambits, gegen die das Katalanische gedacht ist.
  5. 3.g3 – Das Katalanische: Weiß bereitet das Fianchetto auf g2 vor, von wo der Läufer auf d5 und den ganzen schwarzen Damenflügel zielen wird.
  6. 3...d5 – Schwarz besetzt d5: Nun hat der Läufer g2 einen Bauern vor sich, aber der Bauer c4 greift ihn an und die Spannung bleibt.
  7. 4.Bg2 – Der Läufer setzt sich auf die lange Diagonale: Er setzt d5 unter Druck und trifft, wenn Schwarz auf c4 schlägt, b7 und a8.
  8. 4...dxc4 – Das Offene Katalanisch: Schwarz nimmt den Bauern c4 und befreit d5, öffnet aber die Diagonale des Läufers g2. Weiß wird den Bauern mit Qa4+, Qc2 oder Ne5 zurückgewinnen.
  9. 5.Qa4+ – Das Schach erlaubt es, den Bauern c4 sofort zurückzugewinnen: Nach der Abwehr schlägt die Dame auf c4.
  10. 5...Nbd7 – Schwarz wehrt mit dem Springer ab, der von d7 aus ...c5 und ...e5 stützt und den Läufer c8 nicht einsperrt.
  11. 6.Nf3 – Weiß entwickelt den Springer, bevor es auf c4 schlägt: Der Bauer kann nicht verteidigt werden.
  12. 6...a6 – Schwarz bereitet ...b5 vor, das nach Qxc4 Zeit gegen die Dame gewinnen wird.
  13. 7.Qxc4 – Die Dame nimmt den Bauern c4 zurück: Das Material ist ausgeglichen, aber die Dame wird von ...b5 angegriffen.
  14. 7...b5 – Der Bauer greift die Dame an und gewinnt Raum: Schwarz bereitet ...Bb7 und ...c5 vor.
  15. 8.Qc2 – Die Dame verlässt c4, wo sie vom Bauern b5 angegriffen wurde, und zieht sich nach c2 zurück: Von dort kontrolliert sie e4 und bleibt auf der c-Linie.
  16. 8...Bb7 – Der Läufer stellt sich dem Läufer g2 gegenüber und bereitet den Durchbruch ...c5 vor.
  17. 9.O-O – Weiß rochiert und bereitet a4 gegen den Bauern b5 vor.
  18. 9...c5 – Schwarz bricht mit ...c5 durch: Es greift d4 an und öffnet die c-Linie, gegen die Dame c2.
  19. 10.a4 – Weiß greift den Bauern b5 an: Fällt er, bleibt der schwarze Damenflügel ohne Stütze.
  20. 10...cxd4 – Schwarz tauscht auf d4 und öffnet die c-Linie.
  21. 11.Nxd4 – Der Springer nimmt auf d4 zurück, wo er b5 und e6 angreift und die Diagonale des Läufers g2 Richtung b7 öffnet.

So nutzt du die Stellung

Weiß hat einen Entwicklungsvorsprung und den Bauern b5 unter Angriff; Schwarz hat den König noch im Zentrum.

Tipps vom Meister

Der schwarze König im Zentrum

Nach ...c5 und ...cxd4 hat Schwarz das Spiel mit dem König noch auf e8 geöffnet: Weiß muss den Entwicklungsvorsprung ausnutzen.

Musterpartien