28. Ruhige Antwort 5...Be7
Vermeidet Schwarz mit 5...Be7 die Komplikationen, spielt Weiß 6.e5 Ne4 7.Re1 d5 8.exd6 Nxd6 9.Bd5: Der Bauer d4 steht vor dem Fall, und der schwarze König steht noch auf der offenen e-Linie.
1.e4 e5 2.Nf3 Nc6 3.Bc4 Nf6 4.d4 exd4 5.O-O Be7 6.e5 Ne4 7.Re1 d5 8.exd6 Nxd6 9.Bd5
Zug für Zug
- 1.e4 – Besetzt das Zentrum und öffnet Dame und Läufer f1, der in der Italienischen Partie nach c4 geht und auf den schwachen Punkt f7 zielt.
- 1...e5 – Schwarz kämpft sofort um das Zentrum: Der Bauer e5 kontrolliert d4 und f4 und öffnet Läufer f8 und Dame.
- 2.Nf3 – Entwicklung mit Angriff: Der Springer greift e5 an, kontrolliert d4 und bereitet die schnelle kurze Rochade vor.
- 2...Nc6 – Deckt e5 mit Entwicklung und kontrolliert zusätzlich d4, das Feld, auf das Weiß einen Bauern stellen möchte.
- 3.Bc4 – Der Zug der Italienischen Partie: Der Läufer zielt auf f7, das nur der König deckt, und kontrolliert d5, was ...d5 erschwert.
- 3...Nf6 – Das Zweispringerspiel: Statt 3...Bc5 entwickelt Schwarz den Springer und greift sofort e4 an. Das ist eine aktive Wahl, die Weiß aber den Angriff 4.Ng5 gegen f7 erlaubt.
- 4.d4 – Weiß öffnet sofort das Zentrum statt 4.Ng5: Nach 4...exd4 spielt es auf Entwicklung und offene Linien, auch um den Preis eines Bauern.
- 4...exd4 – Schwarz schlägt den Bauern d4: Das ist die Hauptantwort. Weiß nimmt nicht sofort zurück, sondern rochiert und zielt auf die e-Linie.
- 5.O-O – Weiß rochiert und lässt den Bauern e4 im Schlag: Folgt ...Nxe4, greift Re1 sofort den Springer an, solange der schwarze König noch im Zentrum steht.
- 5...Be7 – Schwarz wählt die ruhigste Verteidigung: Es entwickelt den Läufer und bereitet die Rochade vor, ohne d4 zu decken oder e4 zu nehmen. Weiß reagiert mit e5.
- 6.e5 – Der Vorstoß vertreibt den Springer f6 und gewinnt Raum; ohne den Läufer auf c5 hat Schwarz nicht das Gegenspiel des Max-Lange-Angriffs.
- 6...Ne4 – Der Springer geht auf das aktivste Feld, aber auf e4 wird er von keiner Figur gedeckt und sofort vom Turm angegriffen.
- 7.Re1 – Der Turm greift den Springer e4 an, der keine Verteidiger hat: Schwarz muss ihn mit ...d5 stützen oder zurückziehen.
- 7...d5 – Schwarz deckt den Springer mit dem Bauern und greift den Läufer c4 an; Weiß antwortet mit dem Schlagen en passant.
- 8.exd6 – Schlagen en passant: Weiß beseitigt den Bauern d5, der den Springer e4 stützte, und der neue Bauer d6 greift c7 und den Läufer e7 an.
- 8...Nxd6 – Der Springer schlägt auf d6 und greift den Läufer c4 an; Schwarz hat noch den Mehrbauern d4, doch der König auf e8 und der Läufer e7 stehen auf der offenen e-Linie.
- 9.Bd5 – Der Läufer weicht dem Tausch mit dem Springer d6 aus und greift den Springer c6 an, den Verteidiger des Bauern d4: Nach Bxc6+ und Nxd4 gewinnt Weiß den Bauern zurück.
So nutzt du die Stellung
Schwarz hat vorerst einen Mehrbauern (d4), muss aber noch rochieren, und sein König und der Läufer e7 stehen auf der e-Linie; Weiß gewinnt den Bauern zurück und behält die Initiative.
- Bxc6+ bxc6 und Nxd4: Weiß gewinnt den Bauern zurück und lässt Schwarz mit doppelten, isolierten c-Bauern zurück.
- Bf4 oder Bg5 entwickeln mit Tempo: Bg5 greift den Läufer e7 an, der an die Verteidigung des Königs auf der e-Linie gebunden ist.
- Qxd4 nach dem Tausch auf c6 zentralisiert die Dame und greift g7 und den Springer d6 an.
- Schwarz will rochieren und ...Nf5 spielen, um d4 zu decken: Halte den Druck auf der e-Linie aufrecht, bis der König sicher ist.
Tipps vom Meister
Das Schlagen en passant 8.exd6
Stützt Schwarz den Springer e4 mit ...d5, nimmt das Schlagen en passant die Stütze weg und öffnet die e-Linie gegen e7.