Italienische Partie

60. Abgelehntes Evans-Gambit: 9...Ba7 10.O-O

Fortsetzung von Variante 45: Gegen 4...Bb6 stößt Weiß a4-a5 vor, tauscht auf d5 und vertreibt den Läufer nach a7. Mit 10.O-O bringt es den König in Sicherheit und bereitet c3 gegen den schwarzen Springer auf d4 vor.

1.e4 e5 2.Nf3 Nc6 3.Bc4 Bc5 4.b4 Bb6 5.a4 a6 6.Nc3 Nf6 7.Nd5 Nxd5 8.exd5 Nd4 9.a5 Ba7 10.O-O

Zug für Zug

  1. 1.e4 – Besetzt das Zentrum und öffnet Dame und Läufer f1, der in der Italienischen Partie nach c4 geht und auf den schwachen Punkt f7 zielt.
  2. 1...e5 – Schwarz kämpft sofort um das Zentrum: Der Bauer e5 kontrolliert d4 und f4 und öffnet Läufer f8 und Dame.
  3. 2.Nf3 – Entwicklung mit Angriff: Der Springer greift e5 an, kontrolliert d4 und bereitet die schnelle kurze Rochade vor.
  4. 2...Nc6 – Deckt e5 mit Entwicklung und kontrolliert zusätzlich d4, das Feld, auf das Weiß einen Bauern stellen möchte.
  5. 3.Bc4 – Der Zug der Italienischen Partie: Der Läufer zielt auf f7, das nur der König deckt, und kontrolliert d5, was ...d5 erschwert.
  6. 3...Bc5 – Das Giuoco Piano: Schwarz antwortet symmetrisch, zielt auf f2 und kontrolliert d4, um d2-d4 zu erschweren.
  7. 4.b4 – Das Evans-Gambit: Weiß bietet den b-Bauern an, um den Läufer c5 abzulenken. Nach ...Bxb4 spielt es c3 mit Tempo und dann d4 und baut das Zentrum mit Entwicklungsvorsprung auf.
  8. 4...Bb6 – Schwarz lehnt das Gambit ab: Der Läufer bleibt auf der Diagonale a7-g1, aber der Bauer b4 gewinnt Raum am Damenflügel.
  9. 5.a4 – Weiß droht a5, das den Läufer b6 angreifen würde, wenn das Feld c5 bereits vom Bauern b4 kontrolliert wird.
  10. 5...a6 – Schwarz schafft das Feld a7 für den Läufer: Nach a5 kann er sich dorthin zurückziehen, ohne die Diagonale Richtung f2 zu verlieren.
  11. 6.Nc3 – Der Springer entwickelt sich und bereitet Nd5 gegen den Läufer b6 vor.
  12. 6...Nf6 – Schwarz entwickelt den Springer und greift e4 an, das vom Springer c3 gedeckt ist; Weiß antwortet, indem es d5 besetzt.
  13. 7.Nd5 – Der Springer besetzt d5, greift den Läufer b6 und den Springer f6 an und bietet den Tausch auf einem zentralen Feld an.
  14. 7...Nxd5 – Schwarz tauscht den zentralen Springer, bevor er auf b6 schlägt.
  15. 8.exd5 – Der Bauer schlägt zurück und greift den Springer c6 an, wobei er im Zentrum Raum gewinnt.
  16. 8...Nd4 – Der Springer setzt sich auf d4, einen zentralen Vorposten, gedeckt vom Bauern e5 und vom Läufer b6, statt sich zurückzuziehen.
  17. 9.a5 – Der Bauer vertreibt den Läufer b6, den Verteidiger des Springers d4: Nach ...Ba7 kann Weiß den Springer d4 tauschen und am Damenflügel Raum gewinnen.
  18. 9...Ba7 – Der Läufer zieht sich nach a7 zurück: Er bleibt auf der Diagonale Richtung f2 und deckt weiter den Springer d4.
  19. 10.O-O – Weiß rochiert und bringt f2 in Sicherheit; nun kann es c3 gegen den Springer d4 vorbereiten.

So nutzt du die Stellung

Gleiches Material: Weiß hat Raum am Damenflügel (a5, b4, d5) und den König in Sicherheit; Schwarz hat den Springer auf d4 und den Läufer a7 auf der Diagonale Richtung f2.

Tipps vom Meister

Der Springer d4 nach der Rochade

Nach 10.O-O wirkt der Springer d4 stark, aber c3 vertreibt ihn, und der Tausch auf f3 bringt die weiße Dame näher an f7.

Musterpartien