Königsindische Verteidigung

14. Makogonov-System mit 5.h3 (Prophylaxe gegen Ng4)

Im Makogonov-System spielt Weiß 5.h3, um ...Ng4 zu unterbinden und den Läufer e3 ungestört zu entwickeln. Schwarz reagiert mit ...e5 und hebelt das weiße Zentrum nach d5 mit ...c6 aus.

1.d4 Nf6 2.c4 g6 3.Nc3 Bg7 4.e4 d6 5.h3 O-O 6.Be3 e5 7.d5 c6 8.Bd3 cxd5 9.cxd5

Zug für Zug

  1. 1.d4 – Weiß besetzt das Zentrum mit dem Damenbauern: kontrolliert e5 und c5 und öffnet die Diagonale für den Läufer c1 und die Dame.
  2. 1...Nf6 – Schwarz entwickelt den Springer und kontrolliert e4 und d5: verhindert sofortiges 2.e4 und leitet die Königsindische Verteidigung ein.
  3. 2.c4 – Weiß gewinnt Raum im Zentrum mit dem c-Bauern: kontrolliert d5 und bereitet die Springerentwicklung nach c3 vor.
  4. 2...g6 – Der charakteristische Zug der Königsindischen Verteidigung: Schwarz bereitet das Läuferfianchetto auf g7 vor, um das Zentrum aus der Ferne zu attackieren.
  5. 3.Nc3 – Weiß entwickelt den Springer zentrumswärts: schützt d5 und bereitet mit e2-e4 die volle Zentrumsbeherrschung vor.
  6. 3...Bg7 – Der Läufer nimmt Aufstellung auf der langen Diagonale h8-a1: beherrscht die zentralen hellen Felder d4 und e5 und schirmt den König ab.
  7. 4.e4 – Weiß errichtet das klassische Zentrum mit d4 und e4: besitzt viel Raum, bietet dem schwarzen Konterspiel aber auch ein klares Angriffsziel.
  8. 4...d6 – Schwarz hemmt den weißen Vormarsch e4-e5, schützt die zentralen dunklen Felder und bereitet den thematischen Gegenstoß ...e5 vor.
  9. 5.h3 – Makogonov-System: Weiß stößt 5.h3 vor, um schwarzen Figuren das Feld g4 zu verwehren, bevor Be3 folgt.
  10. 5...O-O – Schwarz vollendet unbeeindruckt vom weißen Tempoverlust die kurze Rochade.
  11. 6.Be3 – Da g4 abgeriegelt ist, entwickelt Weiß den Läufer nach e3 zur Unterstützung des Zentrums.
  12. 6...e5 – Schwarz greift im Zentrum mit dem thematischen Vorstoß ...e5 an und fordert den weißen Bauern d4 heraus.
  13. 7.d5 – Weiß schließt das Zentrum mit d5, um offene Linien zu vermeiden und Raum am Damenflügel zu erobern.
  14. 7...c6 – Sofortiges Gegenspiel: Schwarz fordert die Basis der d5-Kette heraus, um die c-Linie aufzuhebeln.
  15. 8.Bd3 – Der Läufer entwickelt sich aktiv auf der Diagonale d3-h7 und stützt sowohl das Zentrum als auch den Königsflügel.
  16. 8...cxd5 – Schwarz tauscht auf d5 ab, um die c-Linie für Springer- und Turmmanöver zu öffnen.
  17. 9.cxd5 – Weiß nimmt mit dem c-Bauern zurück, behält den Keil d5 und räumt das Feld c3 frei.

So nutzt du die Stellung

Zentrumskampf mit Hebeln: Schwarz hat nach 5.h3 einen Tempovorteil für die eigene Figurenentwicklung.

Tipps vom Meister

Das verlorene Tempo 5.h3 bestrafen

Der Vorstoß 5.h3 kostet Weiß Zeit: Schwarz muss im Zentrum mit ...e5 und ...c6 energisch zuschlagen.

Musterpartien