Spanische Partie

25. Anti-Berliner Variante mit 4.d3 d6 5.c3

Wählt Schwarz die solide Variante 4...d6, baut Weiß das perfekte Zentrum mit c3 und Nbd2 auf und bereitet den zentralen Vorstoß für den günstigsten Moment vor.

1.e4 e5 2.Nf3 Nc6 3.Bb5 Nf6 4.d3 d6 5.c3 g6 6.O-O Bg7 7.Nbd2 O-O 8.Re1 a6 9.Ba4 b5 10.Bc2 Bb7 11.a4

Zug für Zug

  1. 1.e4 – Weiß besetzt das Zentrum und öffnet die Diagonalen für Dame und Läufer f1. In der Spanischen Partie wird dieser Bauer oft im Mittelpunkt des Kampfes stehen: Schwarz greift ihn mit ...Nf6 an und schlägt ihn in der Offenen Variante sogar mit ...Nxe4.
  2. 1...e5 – Schwarz antwortet symmetrisch: Es streitet um d4 und f4, verhindert e4-e5 und befreit den Läufer f8. Von hier aus baut Weiß die gesamte Spanische Partie auf dem Druck gegen diesen Bauern auf.
  3. 2.Nf3 – Entwickelt den Springer mit direktem Angriff auf den Bauern e5, der nun verteidigt werden muss. Der Springer bereitet außerdem die kurze Rochade vor und unterstützt einen späteren Vorstoß d2-d4.
  4. 2...Nc6 – Deckt e5, entwickelt eine Figur und kontrolliert d4. Gerade dieser Springer, der einzige Verteidiger von e5, wird das Ziel des nächsten Zuges von Weiß.
  5. 3.Bb5 – Die Spanische Partie: Der Läufer greift den Springer c6 an, den Verteidiger von e5. Eine unmittelbare Drohung gibt es noch nicht (Bxc6 dxc6 Nxe5 Qd4 gewinnt den Bauern zurück), aber der Druck auf c6 begleitet die ganze Eröffnung.
  6. 3...Nf6 – Die Berliner Verteidigung: Statt ...a6 greift Schwarz sofort e4 mit dem Springer an. Sie ist eine der solidesten Verteidigungen gegen die Spanische Partie und führt oft zu einem vorgezogenen Endspiel.
  7. 4.d3 – Weiß deckt e4 mit einem Bauern und vermeidet das Berliner Endspiel. Das Spiel wird langsam und manövrierend, mit den Damen auf dem Brett.
  8. 4...d6 – Stützt e5 solide und bereitet das Fianchetto oder ...Be7 vor. Schwarz verzichtet vorerst auf eine aktive Figur auf c5.
  9. 5.c3 – Bereitet d4 vor und gibt dem Läufer b5 den Rückzug nach a4 und c2.
  10. 5...g6 – Schwarz bereitet das Fianchetto vor: Der Läufer auf g7 stützt e5 und drückt auf der langen Diagonale, falls sich das Zentrum öffnet.
  11. 6.O-O – Weiß rochiert, während Schwarz das Fianchetto noch vollenden muss.
  12. 6...Bg7 – Der Läufer geht nach g7: Er schützt den König und stützt e5. Stößt Weiß d4 vor, drückt der Läufer auf das Zentrum.
  13. 7.Nbd2 – Der Springer geht nach d2 für das Manöver nach f1 und g3 und deckt e4.
  14. 7...O-O – Schwarz bringt den König hinter dem Läufer g7 in Sicherheit und verbindet den Turm f8 mit dem Zentrum, bereit für ...a6 und ...b5.
  15. 8.Re1 – Gegen das schwarze Fianchetto schützt der Turm auf e1 e4 und öffnet dem Springer d2 den Weg nach f1 und g3.
  16. 8...a6 – Fordert den Läufer zur Entscheidung auf und bereitet ...b5 vor, um am Damenflügel Raum zu gewinnen.
  17. 9.Ba4 – Der Läufer zieht sich zurück und behält die Diagonale nach e8 und nach c2.
  18. 9...b5 – Gewinnt Raum und vertreibt den Läufer, der nach c2 gehen wird. Der Bauer b5 wird jedoch zum Ziel des Hebels a4.
  19. 10.Bc2 – Der Läufer zieht sich nach c2 zurück, wo er e4 deckt und zum Königsflügel blickt.
  20. 10...Bb7 – Der Läufer geht nach b7 und deckt den Turm a8 im Hinblick auf den Hebel a4. Vorerst ist er vom Springer c6 verdeckt.
  21. 11.a4 – Weiß greift b5 an: Tauscht Schwarz, öffnet sich die a-Linie für den Turm a1; stößt es ...b4 vor, überlässt es das Feld c4 dem Springer d2.

So nutzt du die Stellung

Geschlossene Struktur: Schwarz hat ein solides Fianchetto und Raum am Damenflügel, Weiß den Hebel a4 und das Springermanöver.

Tipps vom Meister

Geduld und Raumgewinn

Gegen 4...d6 erzwinge nichts: Spiele c3, Nbd2, Re1 und bereite Nf1-g3 vor.

Musterpartien