Slawische & Halbslawische Verteidigung

21. Krause-Angriff (6.Ne5) mit dem Gegenstoß 7...c5

Nach 5.a4 Bf5 6.Ne5 e6 7.f3 spielt Schwarz 7...c5, tauscht auf d4 und tauscht die Damen. Nach 12.Nxd7 Nxd7 wird Weiß den Bauern c4 zurückgewinnen, aber das Endspiel ist ausgeglichen.

1.d4 d5 2.c4 c6 3.Nf3 Nf6 4.Nc3 dxc4 5.a4 Bf5 6.Ne5 e6 7.f3 c5 8.e4 Bg6 9.Be3 cxd4 10.Qxd4 Qxd4 11.Bxd4 Nfd7 12.Nxd7 Nxd7

Zug für Zug

  1. 1.d4 – Weiß eröffnet mit dem Damenbauern: Er besetzt d4, kontrolliert e5 und c5 und bereitet c4 vor, um das schwarze Zentrum unter Druck zu setzen.
  2. 1...d5 – Schwarz antwortet symmetrisch: Der Bauer d5 verhindert e4 und beansprucht seinen Teil des Zentrums.
  3. 2.c4 – Das Damengambit: Der Bauer c4 greift d5 an und droht cxd5, um Schwarz die Kontrolle über e4 zu nehmen.
  4. 2...c6 – Die Slawische Verteidigung: c6 stützt d5, ohne die Diagonale des Läufers c8 zu schließen, der vor ...e6 nach f5 oder g4 kommen kann.
  5. 3.Nf3 – Der Springer geht Richtung Zentrum, kontrolliert e5 und deckt d4; Weiß lässt die Wahl zwischen Nc3, e3 und der Abtauschvariante offen.
  6. 3...Nf6 – Der schwarze Springer kontrolliert e4 und deckt d5 ein zweites Mal: Weiß kann e4 nicht ohne Vorbereitung vorstoßen.
  7. 4.Nc3 – Der Springer verstärkt den Druck auf d5 und bereitet e4 vor; jetzt wird ...dxc4 zu einer echten Drohung, weil c4 nicht gedeckt ist.
  8. 4...dxc4 – Schwarz nimmt den Bauern c4, den Weiß noch nicht mit e3 geschützt hat: Es droht nun, ihn mit ...b5 zu halten.
  9. 5.a4 – Weiß verhindert ...b5, das den Mehrbauern verteidigen würde, um den Preis einer Schwächung des Feldes b4.
  10. 5...Bf5 – Der Läufer kommt vor ...e6 nach f5, kontrolliert e4 und bleibt außerhalb der Bauernkette: Das ist der Vorteil der Slawischen Verteidigung gegenüber dem Abgelehnten Damengambit.
  11. 6.Ne5 – Der Krause-Angriff: Der Springer springt nach e5, um den Bauern c4 zurückzugewinnen und f3 und e4 vorzubereiten, was den Läufer f5 angreifen würde.
  12. 6...e6 – Schwarz öffnet den Läufer f8, der nach b4 gehen kann, und schützt den Läufer f5.
  13. 7.f3 – Weiß bereitet e4 vor, um den Läufer f5 zu vertreiben und das Zentrum zu erobern.
  14. 7...c5 – Schwarz trifft d4, bevor e4 kommt: Das Zentrum anzugreifen ist die beste Antwort auf das langsame Spiel f3.
  15. 8.e4 – Weiß stößt e4 mit Tempo gegen den Läufer f5 vor und vollendet das Zentrum.
  16. 8...Bg6 – Der Läufer zieht sich nach g6 zurück, wo er e4 unter Druck setzt; nimmt der Springer e5 ihn, schlägt Schwarz mit dem h-Bauern zurück und öffnet die h-Linie.
  17. 9.Be3 – Weiß schützt d4 mit dem Läufer und bereitet Bxc4 vor.
  18. 9...cxd4 – Schwarz tauscht auf d4 und öffnet die c-Linie und die d-Linie zwischen den beiden Damen.
  19. 10.Qxd4 – Die Dame nimmt auf d4 zurück, steht aber der schwarzen Dame auf der d-Linie gegenüber.
  20. 10...Qxd4 – Schwarz tauscht die Damen: Ohne Damen verliert das weiße Zentrum an Kraft und der schwarze König ist nicht in Gefahr.
  21. 11.Bxd4 – Weiß nimmt mit dem Läufer zurück, der von d4 aus die dunklen Felder beherrscht.
  22. 11...Nfd7 – Der Springer greift den Springer e5 an und bereitet den Tausch vor: Der Springer b8 ist bereit, auf d7 zurückzunehmen.
  23. 12.Nxd7 – Weiß tauscht die Springer: Es kann nun den Bauern c4 mit dem Läufer zurückgewinnen.
  24. 12...Nxd7 – Schwarz nimmt mit dem Springer b8 zurück, der nun c5 und e5 kontrolliert und nach b6 oder c5 gehen kann.

So nutzt du die Stellung

Ausgeglichenes Endspiel ohne Damen: Weiß wird den Bauern c4 zurückgewinnen, Schwarz hat die bessere Struktur und den Läufer g6, der e4 unter Druck setzt.

Tipps vom Meister

Der Läufer g6 in Gefahr

Mit dem Springer auf e5 und den Bauern auf f3 und e4 kann der Läufer g6 eingesperrt bleiben.

Musterpartien